Für ein Verhüllungsverbot: GLP Nationalrätin Isabelle Chevalley

Wenn Sie mit einer Person interagieren, gibt es verbale Sprache und nonverbale Sprache. Politiker wissen, dass die nonverbale Sprache diejenige ist, die die Menschen, die ihr zuhören, am meisten beeinflusst, sei es im Fernsehen oder während einer Rede.

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Wenn Sie mit jemandem sprechen, der sein ganzes Gesicht verbirgt, wie kommunizieren Sie dann? Ein grosser Teil der Botschaft ist für beide Personen verloren. Die versteckte Person kann nicht so kommunizieren, wie sie es gerne möchte, und die Person, die ihr zuhört, kann die gesamte Nachricht nicht erkennen.

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Isabell Chevalley, Nationalrätin der Grünliberalen Partei. Fotoquelle: Hammerschweizer

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Zusammenleben bedeutet, miteinander zu kommunizieren und zu teilen, das geht nicht, wenn sich eine der Parteien versteckt. Wenn ich mein ganzes Gesicht verberge, wie kann ich dem anderen verständlich machen, dass ich mit ihm kommunizieren möchte? Wie kann ich der Gesellschaft erklären, dass ich damit leben möchte, während ich hinter einem Stück Stoff stehe?

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Das Bedecken des Gesichts wirft mehr Fragen als Verständnis auf.

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Zusammenleben heisst nicht, alles zu akzeptieren. Wir akzeptieren keine Menschen, die nackt auf der Straße laufen. In einigen Badeorten wird von den Urlaubern sogar verlangt, dass sie ein T-Shirt tragen, wenn sie in ein Restaurant kommen, was zum Anstand des Zusammenlebens gehört. Ein Nudist fühlt sich nicht von der Gesellschaft angegriffen, wenn er gebeten wird, sich anzuziehen, wenn er in die Stadt kommt.

Die Gesellschaft hat das Recht, ihren Bürgern ein Mindestmaß an Regeln aufzuerlegen, die das Zusammenleben von Menschen aller Religionen im öffentlichen Raum ermöglichen. Ich bin tolerant, weltoffen und dafür, dass sich Menschen, die in der Schweiz leben, offen auf öffentlichen Plätzen bewegen.

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Hammerschweizer seit 08.01.2021