Gastrosuisse hat versagt

Nachdem der Bundesrat auf ein Clapf hin alle Restaurant schloss, erkannte man eines unzweideutig: Gastrosuisse wird miserabel geführt. Während Economiesuisse, Handelskammern und Arbeitgeberverband mit ihrem Lobbysmus draufhauten, insistierten was das Zeugs hält, verhielt sich Gastrosuisse wie geschockt. Während die Immobilienwirtschaft Grossbaustellen mit tausenden Arbeitern auf Baustellen, Auftraggeber/Besitzer wie Credit Suisse, Helvetia, Swiss Life, PSP, Zürich Versicherungen, ihre Baustellen problemlos weiterlaufen lassen kann, lässt sich Gastrosuisse zum Henkerspfahl führen.

Lies es erstarrt geschehen, dass Gastwirte innert Stunden ihre Restaurant zu machen mussten. Erst spät. viel zu spät, reagierte der Verband mit Härte, so dass der Bundesrat zurückkrebsen musste. Zu spät zog Gastropräsident Platzer los.

Bildquelle: Hammerschweizer (HS)

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Doch das Problem liegt auch woanders, und das zeigt sich jetzt brutal: Jahrzehntelang setzte man auf Ständeräte, Nationalräte, Regierungsräte beim Lobbysmus. Lobbyng beim Parlament nennt Gastrosuisse das. Enfluss nehmen. Vor jeder Session trifft sich die Verbandsspitzemit Leuten von der Parlamentarischen Gruppe "Gastgewerbe". Statt sich um die innere Gastroszene zu kümmern, versucht man Einfluss in Bern zu nehmen.

Und jetzt das: Beamte in Bern bestimmen wie, was, wann, wo Gastwirte ihr Geschäft betreiben dürfen! Gastrosuisse hat den Vorgaben in Verhandlungen mit selbsternannten Experten, Beamten und Bundesrat nachgegeben. Unfassbar.

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Was ist dringend zu tun?

Aufräumen!

Nur so geht es. Aufräumen. Innnerhalb der Branche aufräumen. Es sind zu viele Restaurant, Hotels, Bars, Cateringbuden, Take-Aways in der Schweiz. Tausende zuviel. Man muss die Bedingungen verschärfen. Die Anforderungen erhöhen. Heute kann jeder Trottel, jeder Nichtsversteher eine "Beiz" aufmachen. Nach zwei, drei Jahren kommt der neue Besitzer, weil der alte in Konkurs schlitterte.Das geht seit 30 Jahren so und jedes Jahr noch schneller.

Intern aufräumen!

Darauf hin sollte Gastrosuisse wirken

......und nicht mit Parlamentarier/Innen in Bern herumpalavern. Zu meinen, wenn man wie im Jahr 2019 rund 10.000 neue Arbeitsplätze schaffe, sei man toll, ist völlig falsch. Dass überhaupt noch um die 20.000 Mitglieder (Hotel, Restaurant) bei Gastrosuisse eingeschrieben sind, verwundert. Die Gastroszene hat heute in viel zu vielen Landesteilen ein katastophaler Ruf. Ausländer, Groshotels, Hotelketten beherrschen die Szene (Auswahl: Interlaken, Geneve, Basel, Andermatt, Lugano, Graubünden).

Bildquelle: Hammerschweizer (HS)

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Mehr oder weniger verrecken lies man die kleineren satt sie zu schützen. Einstige tolle Familienunternehmen. Das Marketing und Werbung läuft in eine total falsche Richtung. So hat Airbnb leichtes Spiel.

Wer von Ziegelbrücke zum Klausenpass hochfährt durch die Dörfer, der weiss das dem so ist. Nur noch "Feldschlösschen" Schilder. Türen aber zu.

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Gastrosuisse sollte noch eines machen: Die Gewerkschaften rauswerfen. Dieser Arbeiterversekler-Verein (Personenfreizügigkeit) hinauswerfen und alle Gesamtarbeitsverträge kündigen. Für tausende Betriebe wäre das die allergrösste Erlösung.

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Hammerschweizer seit 06.05.2020