Gedenken an die fünf Toten

Nicht vergessen!

12. Juni 2008, Wimmis, BE: Am Morgen des 12. Juni fällt der definitive Entscheid, die River-Rafting Expedition auf der Kander vorzunehmen. Soldaten lassen ihre Schlauchboote ins Wasser. Zwei Boote mit mehreren Soldaten. Insgesamt 10 Personen. Ausgerechnet dort, wo die Kander am gefährlichsten ist. Die zwei Boote fahren los. Das erste mit fünf Unteroffizieren, kann einen Kilometer fahren, dann beginnen die Probleme. Reissender Fluss. Im zweiten Boot nahmen vier Offiziere und ein Obergefreiter Platz. Auch dieses Boot kann dem reissenden Fluss nichts entgegensetzen.

Innert wenigen Minuten sterben aus dem Boot 1 und Boot 2 fallende Soldaten den Etrinkungstod. (Schwellen, Niveauübergänge, reissendes Wasser, aus dem Boot gefallen) Ein Minutendrama der Unendlichkeit. Ein falsche Entscheidung wird zur Todesfalle. 5 Soldaten müssen ihr Leben hergeben (einer davon vermisst) Alle toten stammen aus der Deutschschweiz. Offiziere und Unteroffiziere im Alter zwischen 25-33 Jahren befanden sich im Wiederholungskurs. Sie gehörten zur Lufttransport-Abteilung 3.

Die Drmatik geht sehr schnell. Die Boote kentern, der reissende Fluss holt sie heim. Man findet einige beim Kieswerk unterhalb von Hondrich. Leblos. Es waren Angehörige der Lufttransport Sicherungskompanie 3. Die Schlauchbote, Typ M6, waren, so hies es später, für diese Übung nicht geeignet.

20. Juni 2008 An vier verschiedenen Orten der Schweiz finden Beerdigungen statt. Von vier beim selben Unfall tödlich verünglückten Soldaten.

Emmen: 09:15 Uhr, Marc Waldispühl, 27 Jahre.
Bättwil: 14:00 Uhr, Patrick Wieland, 27 Jahre.

Greifensee: 14:00 Uhr, Christian Mühlebach, 25 Jahre.
Buchs ZH: 14:00 Uhr: Robi Ovcar, 33 Jahre

Der damalige Bundesrat Samuel Schmid: "Ich bin erschüttert und im Namen des Bundesrates bekunde ich den Angehörigen der Verstorbenen und Vermissten meine Anteilnahme. Weiter: Er wünsche Mut, Kraft und Zuversicht den Angehörigen, Freunden und Dienstkameraden.

Der Skandal:

Während der Beerdigung der vier verstorbenen weilte Bundesrat Samuel an der

Tour de Suisse in Lyss

....... unweit seines Wohnortes. Dort lies sich, unter anderem, der feine Herr an Ort und Stelle lächelnd mit zwei zwei Damen ablichten. Seine "teilnahmsvollen" heroischen Worte nur Tage zuvor, waren schon wieder Makulatur.

Der Samuel, der die SVP bis und mit heute wegen ihrer Politik moralisch massregelt. Der Samuel, der von der SVP zur BDP wechselte, weil er unter anderem den harten Kurs der SVP moralisch nicht mehr mittragen konnte. Der Samuel neben zwei gutaussehenden Damen an einem fröhlichen Anlass. Nicht an einem Grab wo Angehörige bitter weinten. Denn er war an keiner einzigen Beerdigung der getöteten.

Hammerschweizer, ab 17.12.2019